Kenia hat seinen ersten Lizenzierungszyklus unter der neu gegründeten Gambling Regulatory Authority gestartet, nachdem die untergeordneten Vorschriften am 1. Juli in Kraft getreten sind. Der aktualisierte Rahmen führt standardisierte Prüfungsfristen und Betriebsanforderungen für die Marktteilnehmer ein.
Lizenzanträge unterliegen nun einer obligatorischen 14-tägigen Prüfung, wobei endgültige Entscheidungen des Vorstands innerhalb von 30 Tagen zu treffen sind. Abgelehnte Anträge können innerhalb von 14 Tagen vor einem Schiedsgericht angefochten werden. Neue Werbevorschriften verlangen eine schriftliche Genehmigung der GRA sowie eine Einstufung durch die Kenya Film Classification Board für alle Werbematerialien.
Kampagnen müssen 20 Prozent ihrer Fläche für Hinweise zum verantwortungsvollen Glücksspiel reservieren, Promi-Endorsements ausschließen und Fernsehaussendungen sowie Radioübertragungen zwischen 06:00 und 22:00 Uhr einschränken, mit Ausnahme von Live-Sportberichterstattung. Lizenzierte Unternehmen müssen zudem eine Unternehmensstruktur aufrechterhalten, in der kenianische Staatsangehörige mindestens 30 Prozent der Anteile halten.
Branchenreaktion und regulatorische Aufsicht
John Mutua, CEO der Association of Gaming Operators Kenya, erklärte, dass die Gesetzgebung die notwendigen strukturellen Grundlagen für die langfristige Marktstabilität bietet. Peter Kesitilwe, CEO der African iGaming Alliance, wies darauf hin, dass der Rahmen klare Aufsichts- und Beschwerdeverfahren etabliert. Beide Führungskräfte betonten, dass eine konsistente regulatorische Anwendung und die vollständige Einhaltung der Vorschriften durch die Betreiber für die Entwicklung des Sektors von zentraler Bedeutung bleiben.Das Gambling Control Act, das letztes Jahr in Kraft trat, übertrug die Aufsicht über den Sektor von der Betting Control and Licensing Board auf die GRA. Die Gesetzgebung ersetzt den bestehenden Regulierungsrahmen, der ursprünglich 1966 eingeführt wurde. Quelle: iGB.